Am 26. und 27. September 2026 fand in der Kölner Zentralmoschee eine gemeinsame Zukunftswerkstatt zur Jugendarbeit in Moscheegemeinden statt. Die Veranstaltung war zugleich die erste gemeinsame Veranstaltung nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung zwischen DITIB und der Bengalischen Muslimischen Gemeinschaft Deutschland.
Rund 40 Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren aus verschiedenen Teilen Deutschlands nahmen an dem zweitägigen Programm teil. Das MoscheeForum hatte das Workshopformat inhaltlich vorbereitet und gemeinsam mit den beteiligten Partnern umgesetzt. Ziel war es, die noch junge bengalische Religionsgemeinschaft beim Aufbau eigener Jugendstrukturen zu unterstützen und gemeinsam mit Jugendlichen und Verantwortlichen konkrete Ansätze für die Arbeit in den Gemeinden zu entwickeln. Für die Bengalische Muslimische Gemeinschaft Deutschland begleitete Adnan Abdul Hai, Jugendkoordinator im Bundesverband, die Veranstaltung. Er brachte die Perspektiven und Erfahrungen der bengalischen Gemeinschaft in den Austausch ein und begleitete die Jugendlichen während des Programms.
Der erste Veranstaltungstag war vor allem dem Kennenlernen, der persönlichen Entwicklung und dem gemeinsamen Austausch gewidmet. Themen wie Teamarbeit, Identität, Lebenskompetenzen, berufliche Orientierung und religiöses Wissen im Alltag gaben den Jugendlichen Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Sonntag wurde das Programm in der Zentralmoschee mit einer Koranrezitation durch Jugendliche der bengalischen Gemeinschaft eröffnet. Anschließend begrüßte Murat Şahinarslan, Direktor des MoscheeForum, die Teilnehmenden und ging auf die Bedeutung der Jugendarbeit für die zukünftige Entwicklung von Moscheegemeinden ein. Im Anschluss berichtete der Bund der Muslimischen Jugend im DITIB Bundesverband, BDMJ, aus seiner langjährigen Erfahrung in der Jugendverbandsarbeit. Mert Enes Ülkü, stellvertretender Bundesjugendvorsitzender des BDMJ, stellte die Entwicklung der Jugendstrukturen von ihren Anfängen bis heute vor und gab den Jugendlichen Einblicke in die praktische Verbandsarbeit. Ein weiterer Beitrag widmete sich den organisatorischen Voraussetzungen von Jugendarbeit. Dr. Zekeriya Altuğ, Abteilungsleiter für gesellschaftliche und institutionelle Zusammenarbeit, ging darauf ein, welche Strukturen eine Gemeinde für eine verlässliche Jugendarbeit benötigt, welche Rolle die Mitglieder einer Gemeinde spielen und welche Grundlagen auf Bundesebene geschaffen werden sollten.
Den Schwerpunkt des zweiten Tages bildeten die vom MoscheeForum vorbereiteten Workshops. In vier Gruppen beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Aufbau von Jugendgruppen, der Ansprache und langfristigen Einbindung junger Menschen, geeigneten Projektideen und der Zusammenarbeit zwischen Jugendteam, Gemeindevorstand, Eltern und Imamen. Dabei ging es bewusst um konkrete Ergebnisse. Die Teilnehmenden entwickelten erste Pläne für Jugendgruppen, überlegten, wie auch Jugendliche erreicht werden können, die bisher wenig Kontakt zu ihrer Gemeinde haben, und arbeiteten an Projekten, die mit den vorhandenen Möglichkeiten vor Ort umgesetzt werden können. Auch Zuständigkeiten und die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Gemeindestrukturen wurden ausführlich besprochen. Zum Abschluss stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor und tauschten sich über mögliche nächste Schritte aus. Für das MoscheeForum war die Zukunftswerkstatt ein erster konkreter Schritt in der Zusammenarbeit mit der Bengalischen Muslimischen Gemeinschaft Deutschland nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung.
MoscheeForum und Bengalische Muslimische Gemeinschaft Deutschland werden sich in naher Zukunft erneut zusammensetzen, um die Erfahrungen aus der Veranstaltung auszuwerten und weitere gemeinsame Projekte und Kooperationen zu besprechen.








