Am Freitag, den 22. Mai 2026, fand im Bibliothekssaal der Zentralmoschee Köln die Veranstaltung „Muslims in Physics – Physik, Erkenntnis und das Universum – aus einer neuen Perspektive“ statt. Im Mittelpunkt des Abends standen grundlegende Fragen rund um Wissenschaft, Glauben, Erkenntnis und unser Verständnis des Universums.
Die Veranstaltung brachte mehrere Vorträge zusammen, die auf verständliche Weise in unterschiedliche Bereiche der Physik einführten und zugleich größere Fragen des Weltbildes aufgriffen. Dabei ging es nicht nur um Formeln, Theorien oder naturwissenschaftliche Modelle, sondern vor allem um die Frage, wie Menschen überhaupt zu Wissen gelangen und wie wissenschaftliche Erkenntnis in ein reflektiertes Verständnis von Welt, Schöpfung und Verantwortung eingebettet werden kann.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Verhältnis von Wissenschaft und Offenbarung im Islam. In diesem Zusammenhang wurde darüber nachgedacht, wie der Islam zur Suche nach Wissen steht, welche Rolle Vernunft, Beobachtung und Reflexion spielen und warum der Qur’an nicht verkürzt als ein naturwissenschaftliches Lehrbuch verstanden werden sollte, sondern als eine Offenbarung, die den Menschen zum Nachdenken über Zeichen, Ordnung und Sinn anregt.
Weitere Vorträge gaben Einblicke in persönliche Wege in die Physik, in die Geschichte physikalischer Erkenntnis sowie in moderne Forschungsfelder der Astrophysik. Von der Frage, wie man Physiker wird, über die Entwicklung unseres Verständnisses von Licht und Naturgesetzen bis hin zu Schwarzen Löchern, Radioteleskopen, Neutrinos und der Erforschung des Unsichtbaren im Universum eröffnete der Abend vielfältige Perspektiven auf Wissenschaft und Weltbild.
Wir danken den Referenten Dr. Zekeriya Altug, M.Sc. Ahmet Aksoy, B.Sc. Oguzhan Sen und B.Sc. Ömer Altug für ihre spannenden Beiträge sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse und den offenen Austausch.
Mit „Muslims in Physics“ möchte das MoscheeForum zeigen, dass Moscheeräume auch Orte der Bildung, des Denkens und der Begegnung sind. Wissenschaftliche Fragen, religiöse Perspektiven und gesellschaftlicher Austausch müssen dabei nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Gerade dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, können neue Zugänge zu Wissen, Verantwortung und Weltverständnis entstehen.





